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Brazilian Jiu Jitsu / Grappling

Brasilianisches Jiu-Jitsu (BJJ) ist eine weiter entwickelte Form des japanischen Jujitsu. Das japanische Jujitsu, auch Nihon Jitsu genannt, konzentriert sich in seiner Anwendung hauptsächlich auf Selbstverteidigungsmechanismen im Stand. BJJ greift den Kampf im Stand mit auf und erweitert ihn mit Techniken am Boden. Der Bodenkampf ist das charakteristische Merkmal dieses Sports. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal dieser Kampfsportarten besteht in der Form des Unterrichts. BJJ vermittelt die Anwendung verschiedenster Techniken, in einen strategischen Kontext, der den Trainierenden offenlegt wie man sich gegen z.B. größere Kontrahenten durchsetzt. Die Simulation einer kämpferischen Auseinandersetzung wird wie in anderen Kampfsportarten als Sparring oder typischer für BJJ als “Rollen” bezeichnet und stellt einen festen Bestandteil des Trainings dar.


Der bekannteste Name im brasilianischen Jiu-Jitsu ist der Familienname der Gracies. Die Gracie Familie modellierte ihre eigenen Kampfkunststil mit japanischem Judo und Ju Jitsu als Grundlage. Sie lernten diese Kampfkünste vom Japaner Mitsuyo Ma-eda, der 1914 im Auftrag der japanischen Regierung nach Brasilien reiste, um dort den Grundstein einer japanischen Kolonie in Südamerika zu legen. Mit großem Eifer widmete sich Maeda dieser Aufgabe, die sich mit der Zeit als äußerst schwer zu reali-sieren erwies. Letztlich scheiterte Maeda an der Erfüllung der Aufgabe. Ein einheimi-scher Brasilinaner mit Verbindungen in die Politik, namens Gastao Gracie, unterstüt-ze Maedas Vorhaben der Kolonialisierung Brasiliens. Aus der gemeinsamen Arbeit der zwei Männer wurde eine Freundschaft, die dazu führte, dass Maeda den Söhnen Gastaos im japanischen Judo und Jiu-Jitsu, während seines zweijährigen Aufenthalts in Brasilien, unterrichtete.


Die Gracie Brüder hatten in vielerlei Hinsicht gute Voraussetzungen in der kurzen Zeit die Kampfkünste zu erlernen und daraus eine neue Kampfkunst zu entwickeln. Eine gute Voraussetzung war bereits ihre schiere Anzahl an Familienmitgliedern.


Die Gracie Brüder waren zu viert und alle waren stark involviert im Unterricht Mae-das. Das hatte den Vorteil, dass sie immer genug Trainingspartner hatten, um die Techniken zu üben und zu verfeinern. Die Brüder hatten alle samt viele Kinder, von denen ein Großteil passionierte Schüler*innen und später auch Lehrer*innen wurden. So entwickelte sich die Gracie Familie zu einer Art Forschungsteam, deren For-schungsfeld der unbewaffnete Kampf darstellte. Die Gracies wurden nach der Beendigung des Trainings unter Maeda selbst zu Leh-rern der Kampfkünste, womit sie ihren Lebensunterhalt finanzierten. Als Leh-rer*innen hatten die Gracies die Möglichkeit ihre gesamte Zeit dem studieren und verfeinern der Techniken zu widmen.


Eine weitere positive Voraussetzung für die Entwicklung war, dass die Gracies alle eher durchschnittliche Körpertypen aufwiesen. Somit mussten die Techniken bezogen auf Funktionalität darauf ausgelegt sein, dass sie möglichst effizient ausgeführt wer-den können und keine physische Stärke voraussetzen. Der letzte Vorteil, den die Gracies in ihrer Entwicklung nutzten, war ihre Autonomi-tät. In traditionellen Kampfkünsten ist es üblich die Tradition sehr stark zu betonen. Jede Form von Entwicklung und Veränderung steht somit unter keinem guten Licht und wird schnell als Verschmähung der antiken Großmeister verstanden. Da die Gra-cies auf sich allein gestellt waren, mussten sie keine alten Traditionen huldigen und hatten absolute Freiheit darin neue Techniken aufzunehmen und weniger effektive zu verwerfen. (Gracie, 2001)

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